Verwahrloste Grundstücke machen Ärger

Verwilderte Grundstücke stehen (oder standen) in voller Blüte.
Unkraut und besonders die Disteln gedeihen prächtig und der Unkraut- bzw. Samenflug ist zeitweise mit bloßem Auge zu verfolgen.
Weil das Problem in den nachbarrechtlichen Komplex fällt, bestehen seitens der Ortsgemeinde keine unmittelbaren Einflussmöglichkeiten gegen die Grundstückseigentümer. An dieser Stelle ist auf folgenden Sachverhalt hinzuweisen:
Das Oberlandesgericht Koblenz hat dazu privatrechtlich Zeichen gesetzt und in einem Urteil den zunächst aussichtslos scheinenden Kampf eines Gartennutzers gegen Unkraut und Samen aus verwahrlosten Nachbargrundstücken unterstützt. Der Unkrautflug wurde als Grundstücksbeeinträchtigung rechtswirksam gewertet, die folglich gegen nachbarrechtliche Bestimmungen verstößt. Der Eigentümer der verwahrlosten Grundstücke wurde zur Beseitigung von Brennnesseln und zu einer zweimaligen Säuberung des Grundstücks verurteilt. Soweit soll und muss es sicherlich nicht kommen. Deshalb bitte ich alle Grundstückseigentümer, ihre ungenutzten Parzellen noch einmal unter diesem Aspekt zu begutachten und den Bewuchs zu mähen oder zu mulchen, damit sich Unkraut und Disteln nicht weiter ungebremst vermehren können.
Vielleicht trägt dieser Aufwand auch zur Förderung der nachbarschaftlichen Beziehungen bei…